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Ausstellung in der Schule allgemein

Der Anlass für die 50er-Jahre-Ausstellung

Elemente der 50er-Jahre-Ausstellung

Ausstellungserfahrungen

Warum eine Ausstellung in der Schule?

Einwände, um sie nicht machen zu müssen:

bulletProfis können das besser
bulletMuseen haben viel mehr Objekte zur Verfügung
bulletHaben Schüler die nötige "Ehrfurcht" vor den Exponaten?
bulletWo hat man schon Platz für eine Ausstellung?
bulletEin zu hoher Aufwand mit zu wenig Eindruck des "Opa-Ramsch"
bulletDie Zuordnung zu den Lernzielen fehlt

Der andere Ansatz:

bulletGeschichte ist von den Schülern oft zu weit weg und zu "groß". Sie muss mit dem Erfahrungsbereich des Schülers, bzw. mit Personen verankert werden, die der Schüler kennt (wenn das zeitlich möglich ist). In den meisten Familien gibt es noch Zeitzeugen der 50er Jahre. Deren Erlebnisse und Vorlieben müssen in Beziehung gebracht werden zu den politischen und historischen Ereignissen, sonst gewinnt der Schüler leicht die Idee, die Inhalte des Faches Geschichte hätten in einer anderen Welt stattgefunden - "Alien-Geschichte" sozusagen.
bullet"Begreifen" hat eine übertragene und eine sinnliche Bedeutung. Alles, was ich anlangen kann, hat mehr Wirklichkeitscharakter als alles was ich auf Bildern sehe. Andererseits: Erkenne ich auf Bildern Gegenstände wieder, die ich schon in der Hand hatte, dann festigt sich meine Vernetzung in meinem Gehirn: Dieser Gegenstand hatte auch für Leute eine Bedeutung, die ich kenne.
bulletWenn wir nur das machen würden, was kein anderer besser kann, würden wir schnell handlungsunfähig. Nichts gegen den Marsch in das Museum, wenn dort Eindrucksvolleres zu finden ist. Aber diese Gegenstände hat wieder jemand anderes mit seinem Erkenntnisinteresse gesammelt. Man verschleudert damit auch den Ansatz, dass ältere Leute zu diesen Gegenständen ihre eigene Geschichte erzählen. Wenn ein Schüler ein Objekt mitbringt, wird er dazu meist auch eine Geschichte erfahren, die den Gegenstand in seiner Bedeutung in das Leben seiner Vorfahren einbettet.
bulletSchule als Pflichtveranstaltung erzeugt bei den Schülern oft das Gefühl des Lernen-Müssens. Wenn sie sich selbständig zwischen den ausgestellten Gegenständen bewegen können, geben sie den Dingen ihre eigene Wertigkeit, auch wenn sie über manches Alt-Modische lächeln.
bulletWem die Zuordnung zu den Lernzielen fehlt, der hat die Präambel der Lehrpläne nicht gelesen.

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Der Anlass für die Ausstellung über die 50er Jahre

Der Anlass für die Ausstellung war einerseits der Themenblock über die 50er Jahre im Lehrplan zum anderen ein aktueller Anlass: In diesem Herbst startete der Film "Das Wunder von Bern"  von Sönke Wortmann. Dieser beschäftigt sich nicht nur mit dem Fußball, sondern auch mit den Lebensumständen der Menschen in den 50er Jahren und ist auch in der Ausstattung der Wohnungen bis ins Detail genau.

 

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Elemente der Ausstellung über die 50er-Jahre

bulletDer zentrale Küchenschrank
bulletEin umgebauter Sandkasten als "Vitrine"
bulletein Wohnzimmersessel
bulleteine Wäschetruhe
bullet4 Stellwände mit Postern, Filmbildern und Ausdrucken von Objekten aus dem Internet
bulletein Computer, der Powerpoint-Präsentationen zeigt
bulletdiverse auf den Ausstellungsflächen und im Schrank platzierten Objekten

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Ausstellungserfahrungen

bulletDie Schüler, die die Powerpoint-Präsentationen erstellt hatten, schleppten ihre Mitschüler an.
bulletAuch jüngere Schüler interessierten sich ohne historischem Bezug für die Objekte, da sie einige aus den Haushalten oder Dachböden ihrer Großeltern wiedererkannten.
bulletJede Sonderaktion eines Lehrers, die über seinen regulären Dienst hinausgeht und sich als etwas Besonderes darstellt, findet immer mehr Anerkennung als unser Pflichtprogramm. Das wirkt sich auch auf die Motivation der Schüler aus.
bulletDie Ausstellung wanderte nach 2 Monaten an die Rückwand eines Klassenzimmers (ohne Stellwände). So stehen die Objekte für den zukünftigen Unterricht schnell wieder zur Verfügung. Außerdem lockert sie das eher bürokratische Outfit des Klassenzimmers auf.