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Für viele Deutsche, die älter als 45 Jahre sind, haben Objekte aus den 50er Jahren einen hohen Wiedererkennungswert mit Situationen aus ihrer Jugend. Es sind wohl wenige Pressemeldungen - ausgenommen der Sputnik, der 17. Juni 1953, die Fußballweltmeisterschaft 1954 und ein paar weitere - so haften geblieben wie Gegenstände des alltäglichen Gebrauchs oder der unmittelbaren Lebensumgebung. Man erinnert sich an typische Kleidungsstücke, Filme, Musik und Autos mehr als an die politischen Ereignisse. Man weiß besser, wann man diese Dinge erworben hat und kann eine Reihenfolge aufstellen - eine persönliche Zeitleiste sozusagen. Für Jugendliche muss es wichtig sein, Geschichte als etwas zu verstehen, was auch im Umkreis der eigenen Familie geschehen ist und nicht nur an den politischen Brennpunkten und in den Entscheidungszentralen. Schließlich wird später auch jeder seine persönliche Zeitleiste haben. Als Frau wird man sich erinnern, wann man das erste Piercing bekam, genauso wie der Opa noch weiß, welches Fußballspiel er in den 50ern als erstes im Fernsehen gesehen hat. Nicht umsonst feiern Objekte aus den 50ern wieder Hochkonjunktur - man vergleiche nur entsprechende Angebote auf den Seiten von Ebay. Manche werden sogar nachproduziert - Metallschilder mit typischer Werbung aus dieser Zeit zum Beispiel. Jeder erinnert sich irgendwann an seine "gute, alte Zeit".
Stand: 17.02.04 |