„Der etwas andere Geschichtsunterricht“ in der Grundschule
Im Kontext des historischen Sachunterrichts bedeutet eine Auseinandersetzung mit der so genannten „kleinen Geschichte“ zunächst den Zugriff auf die Ortsgeschichte.
Blickt man beispielsweise auf den Lehrplan für Grundschulen in Bayern (vgl. hierzu: www.isb.bayern.de; hier können sämtliche bayerische Lehrpläne eingesehen werden), sieht dieser die Beschäftigung mit der Ortsgeschichte für die 3. Jahrgangsstufe vor. In der vierten Jahrgangsstufe soll der Blick auf die Regionalgeschichte ausgeweitet werden.
Sowohl eine Ausweitung auf die Region als auch eine Kontextualisierung dessen, was in der Vergangenheit des eigenen Ortes passierte, bringt eine Verknüpfung auf direkten Weg – macht sie unabdingbar. Von unabdingbar ist deswegen zu sprechen, weil gerade der Kontext der „kleinen Ereignisse“ diese im großen Rahmen erklären kann. Erfolgen entsprechende Einordnungen auf einer basalen – für Grundschüler verständlichen – Ebene, können in deren Köpfen die ersten Ansätze für Netze entstehen, die sich im Laufe der Zeit immer mehr verdichten und ein reflektiertes Geschichtsbewusstsein entwickeln.
Auch die Leitlinie, Grundschülern die Möglichkeit zu geben, ihr eigenes Umfeld zu erschließen, impliziert dieser andere Geschichtsunterricht ohne Einschränkung. Die vorliegenden Konzepte ermöglichen jene Erschließung auf direktestem Weg: die eigene Stadt (Bsp.: historische Gebäude), deren Einrichtungen (Bsp.: Museum, Archiv) und Gewordensein (Bsp.: Stadtentwicklung) wird aufgeschlüsselt und damit als Lebenswelt der Schüler in eigenem Tun erschlossen. Als Erleichterung für den Lehrer – gerade im Hinblick auf die Handlungsorientierung – stellen die nachfolgenden Konzepte nicht nur Ideen und Vorgehensweisen vor, sondern bieten gleichzeitig Materialien an.